Montag, 14. Juli 2008

Blitzschlag

So nun hat's uns erwischt....  Am Freitag abend gab es ein heftiges Gewitter, mit Blitz und Donner direkt beisammen. Muss ziemlich über uns gewesen sein. Wir waren gerade im Aufbruch zu einer Geburtstagsfeier (wie bei Wondzinski's üblich: schon etwas spät dran), und gerade als wir zum Auto rannten (es goss aus Kübeln) tat es zweimal den Blitz und Donner.  Wir zuckten alle heftig zusammen und lachten.. "Na das war aber laut ;) "  und ab ins Auto und weg.

Nach unserer Rückkehr spät nachts musste ich dann feststellen, dass das Telefon tot war, kein fröhlich blinkendes Lichtlein mehr an der FritzBox. Oha!  Computer eingeschaltet: Nix rührt sich... Leichtes Unwohlsein macht sich breit.  Der Blick in den Sicherungskasten macht erste Hoffnungen zunichte: Strom ist da. Der Monitor leuchtet ja auch noch. Nur der PC bootet nicht mehr. Kein Licht, kein Ton, kein Goanüx.  Dumpfe Erinnerung an den Blitz... Und dessen Auswirkungen auf Elektronik im Allgemeinen, und notwendige oder teure Elektronik im Besonderen..   Aber:  Sowohl die Heizungssteuerung, als auch die Super-Luxus MediaCenter-Kiste und der TV zeigen keine Anzeichen von Schäden. Ein paar Digitaluhren blinken netterweise mit "00:00", aber das wars.

Dann läutet's auch schon an der Tür, die Nachbarin frägt zögernd: "Geht euer Telefon auch nicht"? und so langsam stellt sich raus, dass unser ganzer Strassenzug wohl fernmeldetechnisch abgeschnitten ist.  Über die nächste halbe Stunde siht man die Nachbarn mit Telefonapparaten unterm Arm von Haus zu Haus eilen, Kriegsrat halten und zu testen.

Weitere Untersuchungen ergeben: Alle Analogtelefone in der Strasse sind tot. ISDN hat seltsamerweise überlebt: Mein NTBA-Licht leuchtet grün. Aber die Fritzbox blinkt nur wirr vor sich hin, bootet nicht mehr, nicht mal der Netzwerk-Switch inne drin tut.  Also: Notbetrieb sicherstellen! Gut, dass im Büro noch ein gerade nicht beötigtes ISDN-Telefon rumliegt. Dazu noch ein ATX-Netzteil aus nem alten Rechner ausgeschlachtet und damit wieder nach Haus gefahren.   ISDN Telefon direkt am NTBA angesteckt, auf Notspeisung umgestellt und siehe da: wir sind wieder online! Zumindest telefonisch.

Nächster Schritt: Wiederbelebung des PCs: ATX-Netzteil ausgewechselt, bringt aber nix. Kein Licht, kein Lüfter zuckt, keine LED am Motherboard signalisiert den Strom...  Aua. Das wird teurer.  Zwischenzeitlich hat Helga die Versicherungsunterlagen rausgekramt: und tatsächlich... Blitzschaden ist in der Hausrat abgedeckt. Puh.

Mit 1&1 (unserem Internet-Provider) übers NotTelefon telefoniert: Nen kostenlosen Ersatz gibts nicht, und der Versand einer neuen Box wird ne Woche dauern... Also gehn wa eine im freien Handel kaufen. Auf zum Mediamarkt. Es ist inzwischen 11:00 Uhr, und siehe da: Im Mediamarkt Traunreut findet sich die halbe Ortschaft wieder..  FritzBox? "Ausverkauft!" -  "Vielleicht in der Filiale Traunstein?" -  "Ne, da sind sie auch aus..." - "Wann kommen wieder welche rein?" Ratloses Schulterzucken der Verkäuferin.   "...Aber nehmen sie doch da diese Teledat Boxen von der Telekom!"  und deutet auf ne Palette weisser Kisten. Zögerlich nehm ich ne Schachtel in die Hand und studiere die Beschreibung  "Tun die auch mit 1&1?"  - "Öhm, ich glaub die gehn nur mit Telekom!" Klebt auch ein Sticker drauf mit " 3Monate gratis" oder so ...  Ne, dann lieber nicht.  Also keine Fritzbox.  Ich schlender noch ein bischen durch die Regale, und finde ganz unverhofft ein einsames Exemplar einer  "HORSTBox", die Antwort von D-Link auf die FritzBox.   hardwaretechnisch identisch zu meiner verstorbenen FritzBox: WLan, 4Port-Switch, ISDN und Analog-Anschlüsse: Na also... Zeig der Verkäuferin die Box: Oh ja! Klar, das können sie nehmen! Gut festhalten!" Der Hinweis ist berechtigt: Mindestens 10 Leuts suchen verzweifelt nach FritzBoxen und schaun mich gierig an ;)

Als nächstes mal interessehalber bei den PCs vorbeigeschaut. Nachdem ich bislang meinen Privat-PC immer selbst zusammengeschraubt habe, und je nach Bedarf irgendein Einzelteil wieder ausgetauscht wurde, war der bisherige Rechner ein Konglomerat aus verschiedensten Technik-Generationen (wozu was wegschmeissen, wenn das teil doch noch geht...)  Im Kopf die Alternativen durchgerechnet: Also: Motherboard is hinüber. Mit nem neuen Motherboard brauchst vermutlich auch nen neuen Prozessor, samt Kühlkörper/Lüfter-Monstrum. Und vermutlich neue SpeicherChips. Gaphikkarte? Ob die's überlebt hat? TV-Karte (hängt an der SAT-Schüssel): die hat vermutlich die Überspannung reingebracht.. Also vermutlich auch hinüber?  Was bleibt? Festplatte und Floppy...   Dazu der ganze Aufwand, das Alles auseinanderzuschrauben, durchzuwechseln und einzeln zu testen. Neeee.

Also mal die Fertigkisten angeschaut. Acer, HP, Siemens. Von 499 bis über 2000 Eur. 2000 Eur für nen PC? Ja ham die noch Alle??  Nach etwas Vergleichen einen Acer Aspire M3640 gefunden, der eigentlich alles hat was wir bislang auch hatten (nur schneller und grösser): 2,4 Ghz QuadCore, 3Gb RAM, eine 500Gb Platte (die an einem SATA-Raid Controller hängt) ein  DVD-RW mit DL Unterstützung, ner ATI Radeon Videocard mit DVI Anschluss (sogar Full-HDMI  tauglich), bergeweise USB- und FireWire Anschlüsse, und nen Kartenleser. Also reichlich für nen normalen Home-Office Arbeitsplatz, der ab und an auch zum Spielen verwendet wird. Das ganze für 599 Eur.   Und schon eingepackt und mitgenommen ;)

Mehr zu den Erlebnissen mit dem neuen Rechner im nächsten Beitrag...

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